Die Arthrose

Die Arthrose ist
eine Volkskrankheit

Die Arthrose ist eine Volkskrankheit. In den westlichen Ländern betrifft sie durchschnittlich etwa 8% der Bevölkerung. Mit fortschreitendem Alter nimmt erfahrungsgemäss die Häufigkeit der Arthrose rasant zu, sodass bei den über 65-Jährigen bereits jede zweite Person darunter leidet.

Neben den Schmerzen ist auch eine gewisse Steifigkeit der Gelenke typisch für die Arthrose.

Mit einer Prävalenz von rund 8% in der Bevölkerung hat die Arthrose auch eine volkswirtschaftliche Bedeutung. Geschätzt eine halbe Million Patienten in der Schweiz leiden an Arthrose und werden entsprechend behandelt.

Da die allermeisten Patienten ab einem gewissen Alter polymorbid sind und deshalb bereits mehrere Arzneimittel einnehmen, muss man oftmals die Therapieoptionen behutsam gegeneinander abwägen, um mögliche Interaktionen oder gar Nebenwirkungen zu verhindern.

Knie- und Fingergelenke sind häufig von Arthrose betroffen

Alle Gelenke können grundsätzlich von Arthrose betroffen sein. Am häufigsten trifft es aber die tragenden Gelenke wie Knie-, Wirbelsäulen- und Hüftgelenke. Das Kniegelenk ist mit grossem Abstand das am häufigsten von Arthrose betroffene tragende Gelenk. Darauf folgen die Wirbelsäulengelenke und das Hüftgelenk. Bei den nicht tragenden Gelenken sind vor allem die Fingergelenke betroffen.

Frauen sind häufiger von Arthrose betroffen als Männer

Die Arthrose trifft Frauen insgesamt leicht häufiger als Männer, vor allem nach der Menopause. Frauen sind darüber hinaus wesentlich stärker von der Fingergelenkarthrose betroffen als Männer. Nach wissenschaftlichen epidemiologischen Erhebungen sind rund 80% der Fingergelenkarthrosen bei Frauen anzutreffen. Häufig tritt Arthrose auch an mehreren Gelenken auf, sodass ein Patient mit Kniearthrose auch an Fingergelenkarthrose leiden kann.

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Am häufigsten trifft es aber die tragenden Gelenke wie Knie-, Wirbelsäulen- und Hüftgelenke

Die Wirbelsäulenarthrose

Die Wirbelsäule besteht aus 24 beweglichen Wirbeln, die über die Zwischenwirbelscheiben und die Facettengelenke an den Seitenfortsätzen der Wirbelkörper miteinander in Kontakt stehen. Die Facettengelenke und die Zwischenwirbelscheiben können sich degenerativ verändern und Schmerzen verursachen. Die Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule sind aufgrund der komplexen anatomischen Struktur häufig schwer zu orten, gegebenenfalls ist es auch nicht immer einfach, eine kausale Ursache der Rückenschmerzen zu finden, vor allem wenn dann in den bildgebenden Verfahren (Röntgen- oder Magnetresonanzbilder) keine Abweichungen festgestellt werden.

Ein grosser Teil der Rückenschmerzen lässt sich deshalb nicht nach einer klaren Ursache einteilen. Häufig handelt es sich bei den Rückenschmerzen um sogenannte unspezifische Rückenschmerzen, wofür die Ursache im Bandapparat oder in der Muskulatur vermutet wird. Das sind rund 90 % der Rückenschmerzen. Ganz anders sieht es bei den sogenannten spezifischen Rückenschmerzen aus. In der Regel findet man im Röntgenbild oder im Magnetresonanzbild Veränderungen an der Wirbelsäule, welche kausal mit den Rückenschmerzen in Verbindung gebracht werden können. Die typischen Verschleisserscheinungen an der Wirbelsäule sind als Verschmälerungen der Höhe der Zwischenwirbelscheiben und arthrotische Veränderungen im Bereich der Facettengelenke erkennbar.

Beide Prozesse führen zu lokalen Entzündungen der Weichteilgewebe und folglich zur Reizung der Nervenwurzeln, die aus dem Rückenmark entspringen.

Falls die Zwischenwirbelscheiben beschädigt sind, kann der gallertartige Kern der Zwischenwirbelscheibe austreten und

direkt auf die Nervenwurzel drücken. Dieser Vorgang wird als Bandscheibenvorfall bezeichnet und ist akut schmerzhaft. Ein Bandscheibenvorfall (Discushernie) unterscheidet sich von allen anderen Rückenschmerzen in der Heftigkeit der Schmerzen und vor allem durch die vielen weiteren Symptome, welche die Folge der Schädigung des austretenden Rückennervs sind. Neben den ausstrahlenden Schmerzen an den Gliedmassen (Ischiasschmerzen im Bein) treten auch Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle an den Extremitäten auf. Es können auch Nerven betroffen sein, die die inneren Organe wie Magen, Darm oder Harnblase versorgen. Dabei können die Verdauung, die Defäkation und das Harnlassen wesentlich gestört sein.

Schwere Schmerzzustände am Rücken aufgrund eines Bandscheibenvorfalls müssen vorerst durch eine Entlastung der Wirbelsäule behandelt werden. Eine sogenannte «Böckli»-Lagerung mit hochgestellten Beinen führt zu einer idealen Entlastung der Wirbelsäule und Milderung der Symptome.

Neben dem klassischen Bandscheibenvorfall kann es an den Wirbelsäulengelenken, den Facettengelenken, zu Arthrose kommen. Die Arthrose an den Facettengelenken wird auch Spondylarthrose genannt, die von der Spondylose zu unterscheiden ist. Die Spondylose ist nämlich Ausdruck der Degeneration des Wirbelkörpers und im engeren Sinn keine echte Arthrose.

Eine Spondylarthrose äussert sich durch Schmerzen und ist die Folge der Entzündung der Weichteile um die Facettengelenke, die sich auf die benachbarten Nervenwurzeln niederschlagen. Eine daraus entstehende Radikulitis kann sich ebenfalls mit Schmerzen und Begleitsymptomen wie Lähmungen oder Missempfinden an den Extremitäten präsentieren.

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Falls die Zwischenwirbelscheiben beschädigt sind, kann der gallertartige Kern der Zwischenwirbelscheibe austreten und direkt auf die Nervenwurzel drücken
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Neben dem klassischen Bandscheibenvorfall kann es an den Wirbelsäulengelenken, den Facettengelenken, zu Arthrose kommen
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Ursachen der Arthrose

Die Ursachen der Arthrose sind vielfältig. Weshalb jemand schon früh eine Arthrose entwickelt, während jemand anders bis ins hohe Alter praktisch davon verschont bleibt, ist nicht restlos geklärt, dürfte jedoch mit grosser Wahrscheinlichkeit erblich bedingt sein.

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Der Arthroseprozess

Die Arthrose ist eine Krankheit, die sich über Jahrzehnte erstrecken kann. Typischerweise beginnt die Arthrose schleichend, ohne offensichtliche Schmerzsignale, aber mit einzelnen Schädigungen des Knorpels. Knorpelschäden sind nicht schmerzhaft, weil der Knorpel nicht mit empfindlichen Nervenfasern versorgt wird.

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Der Arthroseprozess

Die Arthrose ist eine Krankheit, die sich über Jahrzehnte erstrecken kann. Typischerweise beginnt die Arthrose schleichend, ohne offensichtliche Schmerzsignale, aber mit einzelnen Schädigungen des Knorpels. Knorpelschäden sind nicht schmerzhaft, weil der Knorpel nicht mit empfindlichen Nervenfasern versorgt wird.

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Diagnose der Arthrose

Die Arthrose ist ein schleichender Prozess, bei dem primär der Knorpel langsam abgebaut wird. Da der Knorpel selbst nicht innerviert ist, bestehen bei Knorpelschäden zu Beginn meistens keine Schmerzen.

Trattamento

Behandlung der Arthrose

Die Therapie der Arthrose stellt nach wie vor eine Herausforderung sowohl für den Patienten als auch für den Arzt dar. Die Behandlung der Arthrose kann mit pharmakologischen und nicht pharmakologischen Massnahmen erfolgen.

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Prävention der Arthrose

Die Arthrose wurde in der Vergangenheit als Krankheit unterschätzt. Jahrzehntelang hatte man sich damit begnügt, die Krankheit als unwiderrufliche Verschleisserscheinung aufzufassen, sodass auch die Therapieoptionen lange beschränkt waren.